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53.16: Öffentliche Vortragsreihe -
Klangbegleitete Psychotherapie - Möglichkeiten der Intensivierung psychotherapeutischer Prozesse durch Einbeziehung von Klängen

Fachbereich TP, AP, Ä PP, KPT, Ä PF, Ä PS
Dozent:
Turnus: Dieser Kurs findet alle 1 Semester statt.
Beschreibung: Elementare, archaische Klänge besonders von großen Gongs, Klangschalen und sog. Monochorden (mit vielen auf einen möglichst tiefen Grundton gestimmten Saiten) sowie Rhythmen wirken meist noch ausgeprägter emotional, als dies bei Musik im Sinne von Melodie und Harmonie der Fall ist. Die hier gemeinten eher unstrukturierten, „archaischen“ Klänge können durch ihre spürbaren Vibrationen auch direkt körperlich wahrgenommen werden und wirken in hohem Ausmaß Trance, einen „hypnoiden Zustand“ fördernd, begünstigt dadurch, dass sie nicht an traditionelle Hörgewohnheiten anknüpfen. Leuner hat zwar bereits 1974 auf die Möglichkeiten eines musikalischen katathymen Bilderlebens hingewiesen; er bezog sich jedoch auf vorgegebene Musikstücke. Er betonte übrigens, dass diese Vorgehensweise Psychotherapeuten vorbehalten bleiben sollte, die über ausgiebige Erfahrungen mit Wachtraum-Techniken verfügen. Zur Verwendung von Klangkörpern in Psychotherapien, zum Beispiel von Monochorden und Gongs, wie es in diesem Vortrag beschrieben und demonstriert werden soll, hat Leuner (1918 – 1996), so weit ich sehe, nicht mehr Stellung genommen, obwohl es schon seit den 80-er Jahren erste Veröffentlichungen darüber (zum Beispiel von Wolfgang Strobel) gab.

Bei richtiger Indikationsstellung kann die klanginduzierte Trance das Selbstgefühl des die Klänge rezeptiv Aufnehmenden unmittelbar stärken, indem sie als ein überwiegend „mütterliches Medium“ wirkt und an frühe positive Lebenserfahrungen anknüpft, zunächst erst einmal „an den inneren Konflikten vorbei“ Er/sie kann sich als mit sich und der Welt Im-Einklang-Sein empfinden. Das begünstigt einen inneren Spannungsausgleich, von welchem „gleichzeitigkeits-korrelativ“ positive psychosomatische Wechselwirkungen auf den Organismus ausgehen. Das geschieht präverbal auch dann, wenn der Betreffende über eine nur geringe Introspektions- und Selbstreflexionsfähigkeit verfügt und über das Erlebte und Empfundene kaum sprechen kann. So können auch Menschen psychotherapeutisch erreicht werden, die für ein verbal-orientiertes analytisches Verfahren oder meist auch eine Verhaltenstherapie weniger geeignet erscheinen.
Es handelt sich um ein explizit ressourcen-orientiertes Verfahren, durch welches vielfach ein konflikt-zentriertes Vorgehen erst möglich wird. Die klangbegleitete Psychotherapie, die in dem Vortrag mit ihren Möglichkeiten und Grenzen dargestellt werden soll, gehört in den Rahmen einer methodenübergreifenden integrativen Psychotherapie auf tiefenpsychologisch-psychoanalytischer Grundlage, die dadurch eine wesentliche Bereicherung erfährt.
Literatur: Literatur unter www.dr-tuschy.de
Nächste Veranstaltung: Dieser Kurs findet vorraussichtlich im WS 2019/20 Semester das nächste mal statt.

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