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Ausbildung

Die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin/zum Psychologischen Psychotherapeuten am Institut für Psychotherapie Potsdam erfolgt auf der rechtlichen Grundlage der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV vom 18.12.1998). Sie schließt mit dem staatlich anerkannten Abschluss als „Psychologischer Psychotherapeut“/“Psychologische Psychotherapeutin“ und führt zur Erteilung der Approbation. (AprV §7, §19)

Entsprechend der Ausbildungspläne erfolgt dabei im „Grundstudium“ die Vermittlung von eingehenden Grundkenntnissen in wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren sowie in der sog. „Vertieften Ausbildung“ die Spezifizierung im Schwerpunktverfahren. Am Institut für Psychotherapie Potsdam bieten wir gegenwärtig eine Vertiefung im Schwerpunktverfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an. Perspektivisch (geplant zum SS 2011) wird darüber hinaus alternativ oder ergänzend (sog. „kombinierte Ausbildung“) eine vertiefte Ausbildung im Schwerpunktverfahren Analytische Psychotherapie möglich sein. Die Ausbildung orientiert sich dabei am jeweils aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Sie wird praxisnah, vom ersten Ausbildungstag an behandlungsbezogen und unter Einbezug multimodaler, adjuvanter Behandlungstechniken auf der verbindenden Grundlage der psychodynamischen Psychotherapietheorie durchgeführt.

Ziel der Ausbildung ist der Erwerb eines hohen psychotherapeutischen Kompetenzprofils und einer therapeutischen Identität, die geprägt sind von einem humanistischen Menschenbild und Identifikation mit dem Berufsbild. Es wird die Aneignung von Wissen, Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten intendiert, die erforderlich sind, um die Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Menschen mit psychischen Störungen mit Krankheitswert und deren Ursachen sowie die Behandlung psychischer Folgen körperlicher Erkrankungen auf einem hohen wissenschaftlich-psychotherapeutischen Niveau selbstverantwortlich durchzuführen.

In der theoretischen Ausbildung am Institut für Psychotherapie Potsdam lehren wir umfangreiche Kenntnisse, wie sie im Gegenstandskatalog des Institutes für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen niedergelegt sind und vermitteln praxisorientiert psychodynamische Behandlungstechniken und indikationsorientierte Interventionsformen in moderner, methodenintegrativer Erweiterung. Gemeint ist damit der gesamte Bereich der Behandlungsmethodik der psychodynamischen Psychotherapie von Anamneseerhebung, Explorationsmethodik, Indikationsstellung über Behandlungsplanung, Behandlungsführung und Fokussierung, bis zu allgemeinen und speziellen Interventionsformen, konzeptgeleiteter Integration multimodaler, adjuvanter Behandlungsmethodik und schließlich der indikationsspezifischen Behandlungsformen, dem Struktur- und Konfliktbezug innerhalb der Behandlungsführung. Wir glauben, dass eine breit angelegte und praxisnah vermittelte Aneignung dieses behandlungspraktischen Rüstzeugs die Grundlage für eine erfolgreiche und beziehungsorientierte, indikationsspezifische psychotherapeutische Tätigkeit darstellt. In der Theorieausbildung wird dieser behandlungstechnische Ausbildungsschwerpunkt einerseits durch die Vermittlung eines psychodynamischen Grundverständnisses von Psychotherapie und psychischem Leid begleitet, andererseits von einer vertieften Behandlung spezieller psychopathologischer Krankheitsbilder umrahmt.

Dabei geht es zum einen um die Vermittlung wissenschaftlich fundierter und abgesicherter Erkenntnisse und Fertigkeiten im Sinne objektivierbarer Techniken in der Diagnose und Behandlung. Zum anderen geht es um die Entwicklung eines intuitiven, sehr individuellen Zugangs zu einem therapeutischen Beziehungsangebot, einer psychotherapeutischen Haltung und einem authentischen Behandlungsstil.

Hierfür stellt die Selbsterfahrung oder „Lehrtherapie" den zentralen Ausbildungsbestandteil dar. Sie wird im Regelfall über den gesamten Ausbildungszeitraum geführt und begleitet damit sowohl die "Praktische Tätigkeit" (Psychiatrische und psychosomatische Kliniktätigkeit) als auch die „Praktische Ausbildung“ (eigenständige Ambulanzbehandlungen unter Supervision). Die Selbsterfahrung vermittelt ein Erfahrungswissen von unschätzbarem Wert für eine spätere Behandlungstätigkeit. Sie ist der Rahmen, in dem eigene, „blinde Flecken“ eines angehenden Psychotherapeuten/einer angehenden Psychotherapeutin sichtbar und veränderbar werden. Hier formt sich – idealerweise – anhand der eigenen Auseinandersetzung und Selbstreflexion eine Therapeutenpersönlichkeit mit guter Kenntnis über die eigenen Nöte und Besonderheiten, aber auch eigener kreativer Potentiale und Fähigkeiten.

Jeder Psychotherapeut, jede Psychotherapeutin entwickelt einen einzigartigen Behandlungsstil. Er ist Voraussetzung für ein Höchstmaß an Authentizität. Um diesen Stil gestalten und entwickeln zu können bedarf es einer breiten Palette kommunikativer, beziehungsgestaltender und methodischer Möglichkeiten. Wir möchten, dass die Psychotherapieausbildung am Institut für Psychotherapie Potsdam, neben aller curricularen Strenge, die auf die Inhalte des Gegenstandskatalogs für die schriftliche Abschlussprüfung vorbereitet, einen „Werkstattcharakter“ beibehält, in dem die persönliche Individualität der Kandidaten und Kandidatinnen „geschmiedet und gefestigt“ werden kann. Hierfür bieten wir besondere Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten für Kandidaten am Institutsgeschehen an, organisieren regelmäßige, informelle Zusammenkünfte, themenspezifische „Kaminabende“, Literaturkolloquien u.a.m.

Eine Besonderheit der Psychotherapieausbildung am Institut für Psychotherapie Potsdam besteht in der Ausgestaltung der so genannten „Freien Spitze“. Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung fordert mehr als 900 Unterrichtseinheiten Ausbildungsnachweis, der vom Gesetzgeber nicht näher inhaltlich definiert ist und der den Instituten zur freien Gestaltung in Absprache mit den Landesbehörden überlassen ist. Am Institut für Psychotherapie Potsdam wird es zukünftig möglich sein, im Rahmen der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten neben dem Approbationserwerb in einem Vertiefungsverfahren (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bzw. Analytische Psychotherapie) verfahrensspezifische Zusatzqualifikationen in anderen, (noch) nicht sozialrechtlich anerkannten Behandlungsverfahren zu erwerben und hierfür die Anerkennung durch die jeweiligen Fachverbände zu erwirken. Ab dem Wintersemester 2010 wird dies erstmalig für die Körperpsychotherapie nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Körperpsychotherapie (dgk) möglich sein. Dies entspricht der methodenübergreifenden und -integrativen Ausrichtung am Institut für Psychotherapie Potsdam. Behandlungsverfahren auf der Grundlage psychodynamischer Theoriekonzeption erscheinen uns als bedeutsame und integrierbare Bereicherungen im Interesse einer weit gefächerten und indikationsspezifischen Behandlungsmethodik.

In das Ausbildungscurriculum integrieren wir darüber hinaus auch jetzt schon Seminare und Veranstaltungen für weitere therapeutische Methoden wie systemische Therapie, Gesprächspsychotherapie, Hypnotherapie und Kunsttherapie, um die Möglichkeiten der Psychotherapie abzubilden und Ihnen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die bei der Vielfalt der Störungsbilder und Patientencharakteristika ein breiteres therapeutisches "Handwerk" und therapeutische Flexibilität ermöglichen.

 

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